Isolierglassysteme • Flachglas • Glasveredelung

März 2011

Gasfüllung in Mehrscheiben-Isolierglas

Gasfüllung in Mehrscheiben-Isolierglas Die Problematik ist schon lange bekannt: Isoliergläser verlieren mit Ihrer Lebensdauer an Dichtigkeit und Effektivität. Schon im Jahr 1980 schlugen die Wellen der Empörung hoch, weil tausende von Isolierglasscheiben "blind" geworden waren und ausgetauscht werden mussten – mit entsprechend neuen und auch hohen Kosten.
Grund hierfür: Der Randverbund von Mehrscheiben-Isolierglas (MIG) ist schlicht und ergreifend nicht dicht. Denn durch den Randverbund diffundiert Feuchtigkeit von außen in den Scheibenzwischenraum (SZR) und erhöht den Taupunkt bis es zu Kondensat kommt und die Scheibe "blind" wird. Wie lange es dauert bis die Scheibe "blind" wird, wird durch das Zeitstandsverhalten nach DIN EN 1279 Teil 2 ausgedrückt und ist optisch entsprechend sichtbar.

Gleichzeitig verliert das Mehrscheiben-Isolierglas über Diffusion durch den Randverbund das heute fast immer gefüllte Gas. Der Gasverlust wird durch die Prüfungen nach DIN EN 1279 Teil 3 festgestellt.

Zudem ist der Wärmedurchgangskoeffizient einer Isolierscheibe abhängig vom Gasfüllgrad. Ein schlechter Füllgrad "von Anfang an" ist schwer erkennbar führt aber auch "von Anfang an" zu einem schlechteren U-Wert, d.h. zu höheren Heizkosten wie angegeben. Einen zu hohen Gasverlust während der Lebensdauer kann man an einer Durchbiegung der Scheiben nach innen erkennen.

Die oben genannten "Probleme" lassen sich seitens der Isolierglashersteller nur durch ein optimales Isolierglassystem und permanente, werkseigene Kontrolle in den Griff bekommen und beheben. Umso wichtiger sind diese selbst auferlegten Prüfungen für den Kunden:

Bei den am 26. Januar 2011, durch unabhängige Fachleute, durchgeführten Untersuchungen bei GLASFISCHER haben die Ergebnisse bewiesen, dass die 1982 produzierten Isoliergläser THERMUR 3G bezüglich des Gasverlustes bisher noch nicht erreichte Werte zeigten.

Dabei lagen die schlechtesten Werte bei 78,5 % Gasfüllgrad, was einem Gasverlust von ca. 0,5% pro Jahr entspricht. Die besten Werte bezüglich der Gasfüllung lagen sogar bei 87,1 % (= ca. 0,3 % Gasverlust pro Jahr) - in Anbetracht des Zeitraumes von 29 Jahren ein absolut überzeugendes Ergebnis. Denn damit haben Isolierglascheiben von GLASFISCHER schon 1982 die Anforderungen der DIN 1286 erfüllt, die erst seit 1996 Gültigkeit hatte. Die ermittelten Werte erfüllen sogar die seit 2007 einzuhaltenden Werte der DIN EN 1279!

Auch die neu produzierten Isoliergläser aus dem Januar 2011 der Produktionsserie THERMUR 2 HM TC 88 zeigten gegenüber Konkurrenzfabrikaten bis 30 % bessere Befüllungsgrade auf. GLASFISCHER Isoliergläser hatten selbst im Vergleich zu hochwertigsten Konkurrenzprodukten immer noch einen um 5,5 % höheren Füllgrad.

Damit zeigt sich, dass die seit Jahren praktizierte Produktions- und Materialqualität bei GLASFISCHER auch für den Anwender und Verbraucher lohnt:

Besserer Füllgrad, höchste Dichtigkeit und damit Beibehaltung der relevanten Glaskennwerte bedeuten längere Haltbarkeit und eine echte Kostenersparnis über die gesamte Lebensdauer für den Kunden!